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Fachkommission für Hochspannungsfragen

Aktuelle Publikation

Potential von VLF-TE-Messung zur Statordiagnose an Hydrogeneratoren

Schon in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde die VLF-Prüfung (mit VLF, Very Low Frequency, wird gemeinhin
eine Frequenz von 0.1 Hz bezeichnet) als Alternative zu den zuvor schon an Statoren angewandten DCPrüfungen
untersucht. Es war von Anfang an klar, dass die Spannungsverteilung im Generatorstab-Isoliersystem bei
0.1 Hz den Verhältnissen im Betrieb wesentlich näherkam als bei DC-Prüfungen. In der Einleitung werden Untersuchungen
erwähnt, in denen Durchschlagsversuche an betriebsgealterten Stäben für 50/60-Hz und VLF ähnliche Durchschlagsmechanismen
durch die Hauptisolierung verursachten, wohingegen bei DC wesentlich andere Durchschlagspfade
beobachtet wurden. Der Fokus der vorliegenden Untersuchung liegt auf der Anwendbarkeit der Teilentladungs-
(TE-)Diagnose an Statoren bei VLF-Prüffrequenz. Dazu werden typische Isolierungsfehler numerisch simuliert, um
frequenzbedingte Unterschiede des TE-Verhaltens zu untersuchen. Die Implikationen dieser Simulationen decken sich
gut mit TE-Messungen an einem kompletten Stator sowie Einzelstäben. Für die TE-Messungen konnte ein kommerzielles
TE-Messsystem ohne weitere Anpassungen eingesetzt werden. Es wird gezeigt, dass die VLF-TE-Messung für praktisch
bedeutsame Fehlerstellen (z.B. Schäden des Nutglimmschutzes oder des Endenglimmschutzes) aus prinzipiellen
Gründen wesentlich weniger sensitiv als die Messung bei Betriebsfrequenz ist. Für die derzeit eingesetzten Glimmer/
Kunstharz-Isoliersysteme wird deshalb die TE-Messung im Bereich der Betriebsfrequenz unverzichtbar bleiben.

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